Quartier Säge

Die Stadt Hohenems versteht ihre Stadtmitte, wie zum Beispiel den Schlossplatz mit dem Palast, die ehemalige Synagoge oder das Jüdische Museum, als historisch und kulturell wertvoll. Diese Mitte umfasst aber auch die angrenzenden Quartiere „Unter der Burg“ oder der „Säge“.

 

In der Wagnerstraße, im Quartier Säge,

auf dem Platz der alten Wagnerei,

positioniert sich ein maßstäblich sensibles Wohngebäude mit traditioneller Form.

Das Haus konzentriert sich auf wenige, präzise eingesetzte Materialien. Das Gebäude wurde in einer klar strukturierten Mischbauweise realisiert, bei der Holz, Stahl und Beton gezielt miteinander kombiniert wurden.

Baukulturpreis

der Hypo Vorarlberg 2025

ein Interview mit Markus Schadenbauer und

Elmar Ludescher

Während der Eingang im Südosten liegt, öffnen sich Loggien und Gärten nach Nordwesten.

Die äußere Anmutung des Hauses ist uns ein besonderes Anliegen. Es soll Selbstverständlichkeit zum Ausdruck bringen. Es soll Teil der „Hohenemser Stadtlandschaft“ werden.

 

Katinka Corts war vor Ort und hat sich das Wohnhaus angeschaut. Für World-Architects, einer Plattform für hochwertige zeitgenössische Architektur, schreibt sie darüber.

Das Wohnhaus ist ein leiser Beitrag zur Baukultur und ein Beispiel dafür, wie sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem stimmigen Ganzen verbinden lassen.

 

Die Kulturlandschaft ist unser größtes gemeinsames Kapital im Alpenraum. In Resonanz mit der Umgebung verstärken gute Gebäude die Kraft eines Ortes. Wir tragen unseren Teil dazu bei.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Übergängen. Das Stiegenhaus ist natürlich belichtet, öffnet sich visuell zur Straße und ist bis ins Detail gestaltet. Es wird als sozialer Raum verstanden, als Ort der Begegnung und des täglichen Durchgangs. Die Architekten sehen solche Bereiche als „sensible Zonen“, die maßgeblich zur Wohnqualität beitragen.

Das großzügige Vordach lädt zum Verweilen ein.

DI Markus Schadenbauer über die Architektensuche: "Die Bauaufgabe an Standort der ehemaligen Wagnerwerkstatt erforderte ein Architekturbüro, das einerseits die heutigen Anforderungen an das moderne Wohnen, aber andererseits mit ihrer Architektur eine adäquate Antwort auf das Umfeld und die Geschichte des Ortes findet. Ludescher + Lutz Architekten hatten eine ähnliche Bauaufgabe in der Nachbarstadt sehr anspruchsvoll gelöst, weshalb ich mit ihnen in Kontakt getreten bin." 

Mehr von Schadenbauer Projekt- und Quartierentwicklung