Weingut Schmidt

Entreé schreibt:

„Mehr als nur ein „Gag“ ist die Möglichkeit, große Teile der Fassade durch eine mechanische Vorrichtung, die per Handkurbel bedient wird, zur Seite hin wegklappen zu können. “


 

mehrfach ausgezeichnete Architektur


Constructive Alps | Internationaler Preis für nachhaltiges Bauen in den Alpen | Nominierung 2017

BDA Preis | Nominierung für besondere Bauten 2016

Architekturpreis Wein 2016
Vorarlberger Holzbaupreis 2015
North American Wood Design Award 2014

Topografie + Potential

Der Dorfkern liegt idyllisch in einer Senke, die Wein- und Obstanbauflächen ziehen sich an den Hängen entlang und gipfeln auf einer Hügelkuppe, die einen weitläufigen Rundumblick auf Altrheinmündung, Bodensee und Schweizer Berge freigibt.

Die Obst– und Weinhänge des Weingut Schmidt sind seit vielen Generationen in Familienbesitz.

 

An dieser exponierten Stelle entsteht das neue Weingut, das gleichermaßen der Weinproduktion, der Obsternte und der Gastronomie dient. Das Projekt nutzt den Höhenunterschied des Gipfels, um ebenerdig den Weinkeller zu erschließen. Ein Geschoss höher orientiert sich das Gebäude zum hauseigenen Gastgarten, an dem auch ein Wanderweg vorbeiführt. An der Stirnseite des Gebäudes  öffnet sich die Vinothek zum Bodensee.

Über zwei Freitreppen gelangt man in den Weinprobenraum im Dachraum, dessen raumhohe Glasfassade durch einen Filter aus Holzlamellen vor der Sonne geschützt wird. 

Region  +  Handwerk

Das ganze Gebäude übernimmt die tradierte Silhouette der großen Höfe mit Vordächern an der Traufseite und unterwirft es einem klaren Rhytmus: Alle 10 cm folgt ein Brett dem anderen, um Abstraktion und Volumen zu schaffen.

Jene Sorgfalt, die sich im Weinbau seit Jeher bewährt hat, findet ihre Fortsetzung in der handwerklichen Ausführung des Hauses. Aus der Tradition der regionalen Baukultur entwickelt, werden in diesem Haus Produkte des Ortes geschaffen. Es geht um authentisches Arbeiten und Erleben, um die Kultur von Produktion und Genuss.

Raum + Drama

Der Innenausbau folgt einer klaren Hierarchie: Die Kellerräume sind aus Beton in den Hang gebaut. Die Temperatur liegt fast immer 12° Celsius. So will es der Wein.

 

Der Gast wird mit fein detaillierten Oberflächen abgeholt.

Die Terrasse geht fliessend in die Vinothek über. Der verschlungene Weg nach oben führt zu einem Saal, der den Blick auf den ganzen Bodensee freigibt. Abendliches Schwarz bietet den Rahmen für besondere Anlässe.  Der Luster wurde von Rikke Scholle angefertigt.  

 

 

 

„Neben dem gepflegten Miteinander war uns Bauherren Regionalität wichtig.

Wir sind selbst regionale Produzenten und wollten daher auch bewusst bei der Materialwahl dieses Kritierium berücksichtigen.“ 


Eugen Schmidt, Bauherrenfamilie

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