• Unser Wettbewerbsbeitrag: Die Mohrenbrauerei gehört zur Stadt Dornbirn

    Dieses Bekenntnis ist in den letzten 237 Jahren vielfach erneuert worden, und immer wieder war es wohl eine Herausforderung, einen laufenden Brauereibetrieb mit all seinen Erfordernissen in das Gefüge einer ebenfalls wachsenden Stadt zu integrieren. Rund um die Brauerei hat sich inzwischen ein Villenviertel entwickelt, mitten durch die Brauerei ist die Stadtstraße geschlagen worden. Die Stadt ist gewachsen, aber auch die Brauerei hat sich entwickelt. So stehen bis 2030 einige Erweiterungen an, die ihren Anteil an der räumlichen Entwicklung der Stadt Dornbirn beitragen sollen.

    Ein Gürtel aus Villen umhüllt das Betriebsgebiet auf drei Seiten. So plastisch die Baumassen der Mohrenbrauerei an der Stadtstraße in Erscheinung treten, so diskret werden sie sich von den anderen Straßen des Quartiers, der Dr. Waibel-Straße, der Goethestraße und der Rosenstraße, fernhalten. An diesen Rändern wird das Muster der solitären Stadtvillen, ergänzt von Baumbestand, in zeitgemäßer Weise weiter gepflegt werden. Dabei könnte die Mohrenbrauerei als Vermieter von Wohnraum auftreten, damit nicht durch privaten Wohnbesitz am Rande des Betriebsgebietes unnötige Konflikte auftreten. Neben Etagenwohnungen kann für diese Gebäude auch Studentenwohnen die richtige Nutzung in der Nähe zur Fachhochschule sein. Attraktive Zugänge vom Stadtraum aus. Der heutige Haupteingang für Besucher mit einer starken Beziehung zum Rathausplatz bleibt bestehen. Von hier aus werden die Biererlebniswelt und die Verwaltung gebündelt erschlossen.

    Die Gastronomie an die Stadtstraße: Die gastronomische Seite der Mohrenbrauerei wird sich in ganz anderer Weise als heute den Besuchern eröffnen. Die monumentale Kulisse der Werksgebäude wird direkt erlebbar. Der wesentlich verbreiterte Gehsteig führt über eine breit gelagerte Freitreppe zu einer neuen Stadtterrasse, von der aus man die Stadtstraße überblicken und bei schönem Wetter ein Mohrenbier genießen kann. Die Biererlebniswelt wird sich mit einem zweiten Zugang zur Stadtterrasse hin öffnen, die dort heute schon angelegte „Mohrenbar“ empfängt die Gäste während der Betriebszeiten der Brauerei und profitiert vom neuen Gastgarten auf der Stadtterrasse.

    Und dann das besondere Erlebnis: Das Publikum von der Innenstadt kommt auf dem Zebrastreifen über die Stadtstraße, direkt auf die Lagertanks zu. Eine großzügige Arkade nimmt die Besucher bei jedem Wetter auf, drei Expresslifte heben die Gäste auf 30 m Höhe in das Panoramagasthaus „Mohrenwirt“, das einen atemberaubenden Rundblick über das Werksareal, die Stadt Dornbirn und das ganze Rheintal bieten wird.

Mohren-Areal 2030, Anerkennung, Wettbewerb, 2021